BAUTAGEBUCH

UNZENSIERT

Vorwort

Die Eintragungen in dieses Tagebuch wurden oft nach getaner Arbeit zu später Stunde getätigt. Häufig war der Verfasser nicht mehr Herr seiner Sinne. Rechtschreibung? Grammatik? Fehlanzeige!

Hiermit wollen wir allen interessierten Lesern einen kleinen Einblick in unsere Odyssee und dem Abenteuer „Wir bauen eine Kita“ gewähren. Auch wenn dies nur in Ansätzen möglich ist. 

Wir danken allen Helfern, die uns auf diesem steinigen Weg begleitet und unterstützt haben.

Ein besonderer Dank geht an unsere Eltern und unsere Kinder. Ihr habt mit uns viel ausgehalten und musstet einige Abstriche machen. Ihr habt gegraben, gestapelt, gesägt und immer an uns geglaubt. 

Alexander Scholz und Scholz Senior haben mit voller Überzeugung das Haus  mit uns geplant, gebaut und sind lange in Vorleistung gegangen.

Pierre war immer auf Abruf  und Familie Nagel bei wichtigen Arbeitseinsätzen zur Stelle.


Viel Spaß beim Lesen wünschen

Mike und Kerstin Neukirch

Liebes Tagebuch …

18.10.2010

Heute war der erste große Arbeitseinsatz auf dem Grundstück in der Karl-Liebknecht-Straße 44 in Eggersdorf. Unsere Urlaubswoche begann sonnig und mit vielen helfenden Händen. Oskar hatte schnell seinen Arbeitsplatz bei den Männern gefunden, und Merle wurde von Luisa und mir versorgt. Opa Bruno, Pierre, Marco und Mike zerlegten erst den alten Schuppen und fingen dann an, die zahlreichen Ahornbäumchen umzulegen. Auch einige morsche Obstbäume mussten dran glauben. Mit Strom vom Nachbarn (Danke Ole!) konnten die Äste auf handliche Stücke mit der Motorsäge zerkleinert werden. Alle waren guter Dinge, und die einheimische Presse bestaunte unser Treiben. Am Nachmittag war das Grundstück kaum wieder zuerkennen.

Danke an Familie Nagel, Pitulle und Opa Bruno!

Verluste: ein Stromkabel

Später hatten wir noch einen Termin beim Notar.

19.10.2010

Der Tag begann mit Regen (der wollte auch nicht aufhören). Opa, Steffan und Mike beschäftigten sich ausgiebig mit dem Fällen und Zerlegen der mittleren Bäume. Das ganze Gehölz wurde dann am Zaun aufgestapelt, um Bewegungs- und Baufreiheit zu schaffen. Der Boden wurde immer weicher, und alles war kalt und klamm. Erstmalig konnte man von der Straße bis zum Ende des Grundstückes sehen. Der vordere Teil sah sogar schon recht ordentlich aus.


20.10.2010

Es gegnet schon wieder. Mit großem Gerät sollte es heute an die großen Bäume gehen. Der Einsatz wurde abgebrochen.

Verluste: Einiges


21.10.2010

Kurze Besprechung mit unserem Architekten Alexander Scholz. Wir sind Ihm sehr dankbar, dass er seit fast einem Jahr für uns plant und in Vorleistung geht.


22.10.2010

Da nun auch unser Bauamt das letzte Schriftstück zum Bauordungsamt nach Strausberg geschickt hat und sämtliche Versicherungen (unglaublich, wie viele für so einen Bau gebraucht werden) unterschrieben sind, warten wir nun (wieder) jeden Tag auf Post. Leider wird unser Briefkasten vorrangig mit Rechnungen gefüttert.


28.10.2010

Das Bauordnungsamt hat mich angerufen, um mir mitzuteilen, dass heute unser Antrag endbearbeitet wird. Ich glaube es erst, wenn der Brief in unserem Briefkasten liegt.


01.11.2010

Wir erwarten nicht, dass uns die Bank das Geld schenkt, aber dieses Prozedere (seit April 2010) ist kaum noch in Worte zu fassen.


04.11.2010

So stellt man sich das Planen vor:

Bei der Grünanlagenfirma angerufen. Kurz darauf Besichtigung der Bäume. Drei Tage später (trotz Regen und starkem Wind) ist alles gefällt, in handliche Stücke zerlegt und der Rest geschreddert.

Nun ist auch die Post aus Strausberg angekommen. Natürlich mit einer Zahlungsaufforderung. Nach Einzahlung des Betrages X darf es dann schon losgehen? Wir werden sehen.


07.11.2010

Wir schleppen mit Opa Klaus die Riesenbaumscheiben und stapeln sie am Rand, um Baufreiheit zu ermöglichen. Da freut sich die Bandscheibe.


08.11.2010

Bei Regen und Kälte räumt Opa Bruno alle übrigen Baumteile an die Seite.


16.11.2010

Es regnet schon wieder. Heute hatten ich mit drei Herren eine Bauanlaufberatung (klingt gut). Nach kurzem Abschreiten des Grundstückes wurden dann im Warmen die Pläne gewälzt. Hier wurden Wände verschoben, Materialien besprochen und ein eventuellen Zeitplan geschmiedet. Es geht voran!

Das Bauordnungsamt in Strausberg hat vor 2 Wochen den "Wunsch" geäußert, wir mögen doch die zwei einzelnen Flurstücke unseres Grundstückes in eins umschreiben lassen. Ihr Wunsch sei uns Befehl. Das zuständige Katasteramt hat nur dienstags länger (bis 18 Uhr) geöffnet. Für die arbeitstätige Bevölkerung eine Herausforderung. Wir schafften es zu 17:30  Uhr ins Amt. Nach kurzer Suche der Sachbearbeiterin stellte sie uns einen Änderungsantrag aus, mit dem wir dann ins nächste Gebäude zum Bauordungsamt hechteten. Hier kamen uns um 17:40 Uhr einige Kaffeetassen tragende Angestellte entgegen. Nun sahen wir erstmalig den Bearbeiter unserer umstrittenen Bauakte. Er nahm dies zur Kenntnis und schickte uns zur Kassenstelle. Weitere Geschirr tragende Frauen liefen auf dem Flur und suchten die Teeküche auf. Es war nun schon 17:50 Uhr. Wir trauten uns trotzdem, die Sachbearbeiterin in der Kasse anzusprechen. Mit einem kurzen Blick auf die Uhr blätterte sie in einer Akte, schaute auf die Briefablage und verkündete uns: "Der Brief ist heute raus.". Na dann warten wir ab, wann er uns erreicht!


17.11.2010

Heute ist die Baugenehmigung eingetroffen. Die Baufreigabe ist an einige Bedingungen geknüpft, die wir noch zu erfüllen haben.


22.11.2010

Heute sollte die Stromzählersäule gesetzt werden. Aufgrund des Dauerregens wurde dies auf morgen verschoben.


23.11.2010

Es regnet mal nicht. Heute früh wurde die Säule eingebuddelt. Am Nachmittag kam dann der Bagger, um das Stromkabel von der Straße bis ins/ans Grundstück zu legen. Bald kann der "Stromteufel" einziehen.


25.11.2010

Die Bäume sind gefällt, und die Wurzeln warten auf ihre Wurzelbehandlung. Nach einem Anruf wurde mir mitgeteilt, dass wir schlichtweg vergessen wurden. ... Aber dies wurde umgehend, an Nachmittag, nachgeholt. Na immerhin!


30.11.2010

Bei lausekalten Minusgraden wurde heute die Einmessung für das Gebäude vorgenommen. In die Erde gerammte Balken gaben eine Orientierung für die Ausmaße des Hauses.


01.12.2010

Des einen Freud, des Anderen Leid. Es hat geschneit!


03.12.2010

Ans Bauordnungsamt wurde die Anzeige des Baubeginns geschickt. Datiert auf den 06.12. - Nikolaus. Wie passend!


09.12.2010

Der Bauarbeiterwohnwagen wurde in Position gebracht, und der erste Bagger legte los.


10.12.2010

Viele LKW-Ladungen Sand und Erde werden abtransportiert. Zwischen dem ganzen Schnee sieht es aus wie auf einer Mondlandschaft. Wir bringen den Bauarbeitern ofenwarme Plätzchen und bestaunen den Bagger von allen Seiten.


12.12.2010

Wenn auch nachträglich, lassen wir uns den obligatorischen "Ersten Spatenstich" nicht nehmen und schwingen die Schaufel.


14.12.2010

Gestern und heute wurden viele Stahlgitter gebogen und in Position gebracht. Ein Betonmischer füllte denn die sogenannte "Frostschürze ein.


15.12.2010

Über Nacht hat es so stark geschneit, dass von der Baustelle kaum noch etwas zu sehen ist.


12.01.2011

Die großen Schneemassen aus der Vorweihnachtszeit wurden durch die milden Wochenendtemperaturen geschmolzen. Große Betonmischer sind vorgefahren. Viele Bauarbeiter sind am Werk. Nun wir die Bodenplatte gegossen.


17.01.2011

Seit den Morgenstunden fahren an unserem Fenster viele LKWs, die Steine bringen oder Sand mitnehmen, vorbei. Die Sonne scheint. Der Schnee ist nun komplett geschmolzen. Um 10 Uhr zur großen Baubesprechung ist auch die Presse anwesend und bestaunt das Treiben.


18.01.2011

Den ganzen Tag über wird der Sand vom Kelleraushub abtransportiert. Damit die schweren LKWs nicht in den aufgeweichten Sand versinken, wurde eine einfache "Baustraße" aufgeschüttet. Die Kinder bewundern die riesigen Fahrzeuge, die mit viel Geschick rückwärts auf das Grundstück fahren. Am Abend bewundere ich das tiefe, nasse "Loch".


20.01.2011

In der Kellergrube wird das Fundament gegossen. Viele Betonmischer stellen sich an, um ihre Ladung zu verteilen. Staunende Kinderaugen!

Verlust: Eine Konifere ist gefallen.


26.01.2011

In den letzten Tagen haben die Bauarbeiter fleißig die Kellerwände gemauert. Heute war es ruhig auf der Baustelle. Sie konnten nicht weiter machen, denn bei -5 °C wird der Kleber nicht mehr fest.


01.02.2011

Wir haben nun weit sichtbar ein Bauschild, das keine Fragen der zukünftigen Nutzung offen lässt.


02.02.2011

Um es den Bauarbeitern etwas schöner, und vorbeigehende Spaziergänger neugierig zu machen, haben wir hübsche Fotos vom Urzustand des Baugrundstückes bis heute angehangen.


04.02.2011

Heute war große Baubesprechung (ohne Kinder). Es wurde die weitere Bauzeitenplanung besprochen. Mit frischem Kuchen wurde es eine nette Runde.

Wieviel Erwachsene passen in einen kleinen Bauwagen? Also wir waren zeitweise zu neunt!


07.02.2011

Mit vielen Platten wurde eine Verschalung für die Kellerdecke gebaut. Die Eisengitter (Armierung) wurden hineingelegt. Den Kindern war der Stahl zu rostig: „Ist denn das noch gut? Das ist ja ganz verrostet.". Aber die Bauarbeiter beruhigten die "Bauinspektoren" und erklärten die Richtigkeit ihres Tuns.


08.02.2011

Leider zur Mittagsschlafzeit, und damit nicht sichtbar für uns, wurde die Kellerdecke gegossen. Wir haben uns dann nach dem Vesper das Ganze (schon in Folie verpackt) angesehen. Nun ist also ein Deckel drauf.


09.02.2011

Manchmal frage ich mich, ob die Bauarbeiter unsere ständigen "Kontrollgänge" nicht langsam anstrengend finden. Auf Nachfragen wurde dies höflich verneint. Man habe oder hatte ja schließlich auch mal kleine Kinder. Wir wollen es mal glauben.


11.02.2011

Heute haben wir die großen Bagger und den Rüttler verpasst. Der Graben rund um den Keller ist nun weg. Nach unserem Mittagseinkauf wurden wir von einem Bauarbeiter gefragt, wo denn sein Kuchen sein. Freitags bringen wir sonst doch immer welchen vorbei. Unser straffer Zeitplan hat uns das Backen heute nicht ermöglicht. Wir vertrösten ihn auf das nächste Mal.


14.02.2011

Die Kinder sind ja der Meinung, dass jedes größere Fahrzeug von unserer Baustelle kommt oder dort hin fährt. Heute entsprach das wieder einmal der Realität. Emsig wurden Baustoffe in die Karl-Liebknecht-Straße 44 geliefert. Ein LKW-Fahrer fragte einparkende Eltern beim Bringen der Kinder, ob dies die richtige Adresse sei. Freundlich wurden sie auf die naheliegende Baustelle verwiesen.

Riesige Stapel von Steinen versperrten nun die Sicht auf das Baufeld. Da gab es für uns nicht viel zu sehen.

Den Betonmischer, der das verbindende Fundamen zwischen Keller und Flachbau gegossen hat, verpassten wir durch den Mittagsschlaf.

Wir warten also auf die nächste Attraktion.


17.02.2011

Nach dem Frühstück rief mich der Vorarbeiter an und berichtete, dass heute nichts mehr geht. Warum? Na wegen des Frosts! Und das ist nur verständlich. Auf unserem Spaziergang sind uns auch fast die Finger, Nasen und was so aus der Kleidung rausguckt, gefroren. Wie haben wir es nur bei dem starken Frost mit weit unter -10°C im Dezember ausgehalten?

Also dann bis nächste Woche.


21.02. - 04.03.2011

Kein Bauarbeiter in Sicht!

Kommentar der Kinder: "Warum kommen die nicht? Wir gehen doch auch jeden Tag raus!"


04.03.2011

Heute haben wir selbstgebastelte Windspiele in den Apfelbaum gehängt. Damit wollen wir den Frühling anlocken.


08.03.2011

Nach vielen frostigen Nächten sind unsere Bauarbeiter aus dem "Winterschlaf" erwacht. Seit gestern ist wieder Bewegung auf der Baustelle. Der Keller wurde erstmalig nach Fertigstellung der Kellerdecke geöffnet. Und ... er ist trocken.


11.03.2011

In dieser Woche sind die Außenwände in die Höhe gewachsen. Nun können wir durch den "Eingang" die Kita betreten. Durch die Fensteröffnungen kann man in den Wald und zum Nachbarn schauen. Der Eindruck der gemauerten Wände schwankt zwischen: "...das ist doch viel zu klein.." bis hin zu "...da haben wir ja genug Platz...!". Wer schon mal in einem Rohbau gestanden hat und dann das fertige Haus gesehen hat, weiß, wovon ich spreche.


13.03.2011

Am Sonntag haben wir die Baustelle (die immer zum Feierabend aufgeräumt ist!) verschönert. Wir erwarten am Montag hohen Besuch vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Potsdam.


14.03.2011

Aus dem Gedächtnis Ereignisse nachzutragen, ist in diesen Zeiten nicht so einfach. Aber ich versuche es:

Der Bildungsstaatssekretär Jungkamp sagte uns kurzfristig ab und schickte uns eine würdige Vertretung: Herrn Wilms vom Ministerium für Bildung Jugend und Sport. Mit den Kindern auf Augenhöhe unterhielt er sich über den entstehenden Kindergarten und die Arbeit der Bauarbeiter. Mit der symbolischen Übergabe des Zuwendungsbescheids unter großem Applaus wich dann auch die Anspannung bei mir. Bei Saft, Kaffee und frischem Kuchen zeigte der Besuch auch großes Interesse am Werdegang des Kitaprojekts und war offen für jede Kritik des bürokratischen Verfahrens. "Nur so lässt sich etwas ändern und verbessern." sagte Herr Wilms.

Nach zwei Stunden verabschiedete sich unser Besuch mit freundlichen Grüßen und fuhr zurück nach Potsdam.


15.03.2011

Heute hatten wir ein Bewerbungsgespräch mit einer jungen Frau. Sie wird im Sommer ihren Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin absolvieren: Mandy. Sie hat uns mit ihrer offenen, freundlichen Auftreten sehr gut gefallen.

Weitere Interessenten können sich noch bewerben. Wir suchen noch eine Erziehrerin für ca. 20-30 Stunden in der Woche. Gern auch mit Integrationserfahrungen (das ist aber keine Voraussetzung).


18.03.2011

Mit einem Arztkoffer und Rettungsbollerwagen haben wir den Osterhasen zur stationären Behandlung abgeholt. Mit akuten Ohr-, Hals- und Armschmerzen wurde er vom geschulten medizinischen Personal vor Ort erstversorgt und dann behutsam zur weiteren Behandlung in das nahe gelegene Tausendfüßlerkrankenhaus überführt.

Das Gebäude ist nun von einem hohen Gerüst umgeben und nicht mehr zu übersehen.


22.03.2011

Wie ein Labyrinth durchdringen Stützpfeiler das Innenleben des vorderen Gebäudeteils.


24.03.2011

Die Decke des ersten Gebädeteils wird gegossen. Die Betonmischer stehen Schlange.


28.03.2011

Der Osterhase ist genesen und kann wieder seinem Osterküken Gesellschaft leisten.

Die nächsten Baustoffe werden geliefert und in das OG gestellt. Es werden außerdem Zwischenwände gezogen. Langsam bekommt man eine Vorstellung für die Größe der Räume.


31.03.2011

Zu einer sehr spontanen Besprechung kam der Architekt vorbei: "Wir müssen da mal was bereden...". Ich befürchtete schon das Schlimmste. Aber alles halb so wild. Ein paar kleine Änderungen hier und ein paar Fragen da, und alles war geklärt.


02.04.2011

Schönstes Frühlingswetter rief tatkräftige Helfer aus Berlin und Eggersdorf zum samstäglichen Arbeitseinsatz. Die Aufgabe war: Beräumen und Gangbarmachen des rückwärtigen Teils des Grundstückes. Meterweise Efeu, liegendes Holz, halb stehendes Holz, nicht umfallen wollendes Holz wurde gesammelt, geharkt, getragen, umgelegt, zerteilt, gestapelt, gehäckselt. Jeder hatte seine Aufgabe gefunden und war mit Eifer dabei. Mittags gab es zur Stärkung Bauarbeiterbockwurst, Suppe und Brötchen.

Das Ergebnis war grandios. Vielen Dank an alle Helfer!


04.04.2011

Heute besuchte ich die montägliche Baubesprechung. Umringt vom Architekt, Statiker, Bauleiter und Bauarbeitern gingen wir durch das Gebäude und besprachen die weitere Vorgehensweise. Meiner Bitte, eine fast fertige Zwischenwand zu entfernen, wurde zugestimmt. Um mehr Platz für die Kinder zu bekommen, wurde dafür ein Holzträger in die Decke gezogen. Das fügt sich auch gut in das Gesamtbild.


06.04.2011

Am Vormittag besuchten wir mit einem Spielplatzbauer aus Wilkendorf unseren schön aufgeräumten Wald. Mit vielen Ideen und Vorschlägen gingen wir ins Rennen und freuen uns jetzt schon auf die ersten Planungszeichnungen.


08.04.2011

Das Obergeschoss ist so schnell gewachsen, das jeder, der am Grundstück vorbeigeht, fassungslos stehenblieb. Auch wir standen mit großen Augen da. Eine meterlange Kranbetonpumpe wurde von Betonmischfahrzeugen "gefüttert" und verfüllte den gesamten Ringanker des Gebäudes.

Die Frühlingsstürme fegten den ganzen Tag so stark, dass die Bauarbeiter auf dem Gerüst ziemlich abenteuerlich aussahen. Den Pavillon bauten wir vorsichtshalber ab, da dieser sich schon mächtig aufblies.


09.04.2011

Schon wieder Sonnabend. Bei angenehmen Temperaturen und mit fleißiger Unterstützung von Oma und Opa brachten wir 3 Ladungen Wurzel, Gestrüpp und anderes Grünzeug zum Komposter. Dort waren wir nicht die Einzigen. Ein reges Treiben und bekannte Gesichter erwarteten uns.

Uff! Wieder was geschafft!


14.04.2011

Zusammen mit den Kindern haben wir einen wirklich wunderschönen Richtkranz gebunden. Alle Vorbereitungen zum Richtfest laufen auf Hochtour.


15.04.2011

Für die Kinder leider nicht mehr sichtbar, vollziehen sich täglich Veränderungen im Innern des Hauses. Nach Feierabend mache ich meinen Rundgang und schaue mir alles Neue an.

Heute hatten wir unsere Osterfeier. Die dazu gehörige Oster-Ralley mit verschiedenen Aufgaben endete am hinteren Tor des Kindergartengrundstückes. Dort erwarteten uns Oma Gitti und Opa Klaus mit Grillwürstchen und Brötchen. Auch die Bauarbeiter haben wir zu unserem kleinen Osterfeuer mit Imbiss eingeladen. Erst etwas zögerlich, ließen es sich dann aber alle schmecken.

Letzte Vorbereitungen für das morgige Richtfest. 1 1/2 Wochen intensive Planung für das Fest, das uns doch schneller ereilte als wir angenommen hatten.


16.04.2011

Herzlichen Dank an den, der uns dieses herrliche Wetter beschert hat!

Nun war es soweit. Alles war geschmückt, die Stände aufgebaut, die Gäste strömten herein, es fehlte nur ... ein Zimmermann oder anderer Befugter für einen Richtspruch. Nach der akademischen Viertelstunde entschlossen wir uns (mein Mann und ich), mit Schnaps und Gläsern unterm Arm, das Baugerüst zu erklimmen. Unsere spontane aus dem Ärmel geschüttelte Rede schien die Gäste zu erfreuen, zumal es im Anschluss reichlich zu essen und trinken gab. An dieser Stelle: Herzlichen Dank an alle Kuchenbäcker und Standbetreuer! Einige Gäste kamen in den Genuss einer privaten Führung durch die Baustelle, andere mussten sich an den aushängenden Plänen orientieren. Wie es bei so einer großen Feier ist, haben die Gastgeber es immer schwer, sich um alle Gäste zu kümmern. Wir haben unser Bestes gegeben.

Diesen Tag ausführlich in Worte zu fassen, würde noch reichlich Platz in Anspruch nehmen. Drum sei gesagt:

Unserer Familie, Freunden und allen Anwesenden gilt unser Dank für ihr Kommen, ihre Einsatzbereitschaft, den zahlreichen Geschenken, das Erwerben eines Bewegungsbausteines und das Befüllen der "Spartiere"!


18.04.2011

Nun wurde das Dach aufgesetzt. Viele Einzelteile wurden von einem gigantischen Kran an die passende Stelle gebracht. Leider waren wir keine Augenzeugen, haben aber unsere persönlichen Beobachter geschickt.


Der Bau geht in eine neue Phase.


12.05.2011

Nicht, dass in den letzen Wochen nichts passiert wäre...

Es ist nur von außen nicht viel zu sehen. Anfang Mai war ich zu einer kurzfristigen Baubesprechung für 3 Stunden. Dort wurde ich bis ins kleinste ausgefragt: Wo sollen wieviel Steckdosen hin. Wo die Schalter, Verteiler, Heizungsregler, Klingel, Summer, Telefon und PC-Anschluss? Wo in welcher Höhe die Waschbecken, Wickelmöglichkeiten, Toiletten?. Welchen Anschlag haben die einzelnen Türen ?… Nebenbei schaute ich mir ein paar Fliesen an. Da brummte mir ein wenig der Kopf!

Viele Tage vergingen - viel Arbeit wurde getan. Die großen Dachplatten wurden miteinander verschweißt, Regenrinnen angebracht ...

Backsteine innen und außen (für die Romantik) gemauert ... Die Elektroinstallation der OG ist weit vorangeschritten. Überall hängen Kabel aus der Wand.


19.05.2011

Natürlich sind immer noch alle fleißig am Arbeiten.

Zu einer Besprechung (unter erschwerten Bedingungen), mit einem Kind an der Hand und einem weinenden auf dem Arm, traf ich mich mit dem Architekten und einem Kindergartenausstatter. Viele Wünsche und Vorstellungen wurden notiert.


25.05.2011

Beratungstag. Bürotag.

Heute klopfte an unsere Tür ein Bauarbeiter: "Wir haben da mal ein Problem ..."! So ist das manchmal.

Aber alles läuft nach Plan, auch wenn es hier und da kleine Nachfragen gibt. Bis jetzt hat sich alles klären lassen.


26.05. + 27.05.2011

An diesen Abenden betraten die ersten Eltern unsere "heiligen" Hallen.

Mit großer Aufregung von uns erwartet, fanden zwei Informationselternabende statt.


30.05.2011

Kurze Besprechung auf der Baustelle.


08.06.2011

Auch wir blieben vom Unwetter nicht verschont. Bachähnliche Wassermassen von allen Seiten strömten durch die Belüftungslöcher in den Keller. Der 24 Stunden alte Betonestrich wurde von 40 cm Wasser bedeckt. Auweia!


09.06.2011

Den ganzen Tag über lief die Pumpe, um den Keller wieder leer zu bekommen. Mit Besen, Schaufeln und Eimern wurde dann die herein geschwemmte Erde abtransportiert. Nass, nass, nass!

Dass schon einige Fenster eingebaut sind, tritt angesichts dieser Situation etwas in den Hintergrund.


10.06.2011

Baubesprechung. Der Keller wird kurz betrachtet und darüber beraten, wie es weiter gehen soll. Der Bauzeitplan wird mit den anstehenden Arbeiten abgeglichen - alles nach Plan (wie schön). Nun geht es um die nicht ganz unwichtige Frage der Innen- und Außenanstriche. Die hundert verschiedenen Töne von Blau und dazu passende Grün- und Rottöne können einen schon über eine Stunde beschäftigen. Es soll ja schließlich toll aussehen. Die geduldige Art des Malermeisters gegenüber dem Architekten war sehr angenehm. Er weiß ja auch, wie die Künstler so sind. Somit werden wir ca. 8 verschiedene Töne Blau, 6 Rot und 5 Grüne als Probeanstrich ausprobieren. Bin sehr gespannt.

Ein Entfeuchter steht nun auch im Keller, der über Pfingsten von uns regelmäßig entleert werden muss.


14.06.2011

Das Wasser nimmt noch kein Ende. Der Behälter des Entfeuchters ist immer gut gefüllt. Ein Gutachter schaut sich das erst an, wenn die Nässe halbwegs raus ist. Und dann wird entschieden, wie es weitergeht.

Die Fensterbauer setzen fleißig die Fenster ein.

Eine weitere Bewerberin für eine Erzieherstelle hat sich heute vorgestellt. Nun bleibt noch eine Kandidatin für die kommende Woche. Dann wählen wir eine (vorerst letzte) Kollegin aus.


16.06.2011

Eine kleine Besprechung für eine besondere Wand hat heute am Nachmittag stattgefunden. Was es nicht alles gibt!


17.06.2011

Nun sind wir verschlossen. Erstmalig wurde unsere Haustür übers Wochenende verriegelt. Mit Schlüssel!

Die Holzfenster sind auch schön anzusehen. Es wirkt schon viel wohnlicher.


20.06.2011

Auf einer Fahrt in die Kreisstadt Seelow habe ich heute das Jugendamt besucht. Verschiedene Fragen konnten geklärt werden, und neue haben sich daraus ergeben. Es geht also bürokratisch weiter.


23.06.2011

Heute ist eigentlich schon der 28.07.2011. Dies ist ein Nachtrag der letzten Wochen.

Eine vorerst letzte Bewerberin hat sich bei uns vorgestellt. Nun haben wir die Qual der Wahl. Jede der Frauen (leider war kein Mann dabei) hat ihre Stärken.


27.06.+28.06.2011

Auf der Baustelle sind viele Fragen und Probleme zu klären. Alle geben sich große Mühe, das Vorhaben voranzubringen! Der Zeitdruck wird spürbar.


08.07.2011

Die angesetzte Baubesprechung ist ausgefallen. Gibt es nichts zu besprechen, oder will keiner mit mir sprechen:-)?


12.07.2011

Tagelang habe ich mit den Kindern Kataloge für die Inneneinrichtung gewältzt.Was brauchen wir, und was können wir uns leisten?

Nun war ein Mann von einem Kindergartenausstatter da. Die Auswahl ist riesig ... die Preise auch. Aber man kann ja gewöhnlich über alles reden.

Seit heute sind wir offiziell nicht mehr im Bauzeitplan. Es verschiebt sich alles um mindestens 2 Wochen. Der „Märkische Markt“ (kostenlose Wochenzeitung) behauptet etwas anderes. Der Reporter, der diesen Artikel geschrieben hat, war vor ca. 6 Wochen bei uns.


13.07.2011

Endlich konnten wir wieder einen Bagger beobachten (wurde für die Kinder auch Zeit). Ein langer Schacht für Verschiedenes wurde gegraben. Gas und Abwasser wurden angeschlossen. Die Wasseruhr ist nicht mehr da, wo ich sie zuletzt gesehen habe.

Ein Schild zeigt nun an, wo und was sich unter der Erde alles befindet.


14.07.2011

Das Industriedach hatte einige Beulen. Diese wurden ausgebessert. Innen sind alle Wände verputzt.

In Absprache mit den Eltern werden in diesen Tagen die Termine für die Eingewöhnung geplant. Die Entscheidung für die letzte zu vergebene Erzieherstelle ist gefallen.


15.07.2011

Die Rodeka ist eingebaut! Das ist keine neue Kollegin oder IKEA Regal. Rodeka ist eine Polycarbonat-Wand (übersetzt "durchscheinende Plastikwand") für innen und außen. Sieht echt toll aus.

Habe ich schon erwähnt, dass wir dem Einrichtungshaus Nr. 1 ( fängt mit I an und hört mit KEA auf) mehrere Besuche abgestattet haben? Küchenutensilien und Regale lagern nun in und um unser Haus und warten auf die Umsiedlung in den Kindergarten.


16.07.2011

Seit dem Wassereinbruch im Keller entleeren wir jedes Wochenende täglich 2 Mal den Entfeuchter. Sollte Eggersdorf langsam austrocknen, liegt das an uns.


18.07.2011

Nach dem Sortieren der eingehenden Verträge, Telefonaten mit besorgten Eltern und dem Auffüllen des heimischen Kühlschrankes verbrachte ich 3 Stunden im Büro des Architekten. Urlaub sieht eigentlich anders aus.


19.07.2011

Im Keller wurden die Wände geweißt und erste Fliesen verlegt. Mit einem Lichtschalter kann man erstmalig Licht einschalten. Die Technik hier unten wird immer mehr. Pausen scheint es bei den Arbeitern kaum zu geben.


21.07.2011

Die Wand für die Erziehertoilette wird gemauert. Ein riesiger Kessel für die Solaranlage wurde in den Keller geschleppt.

Zusammen mit dem Architekten und seinen "Damen" habe ich 3 Stunden bei IKEA verbracht. Hier sind die Ideen für die Küche gereift.


27.07.2011

Eine kurze Besprechung auf der Baustelle verschaffte uns einen aktuellen Überblick über den Stand der Dinge. Die Wände wurden für die Malerarbeiten vorbereitet. Der Keller ist gefliest. Die gewölbte Wand der Erziehertoilette ist fertig. Die Waschrinne wird eingepasst. Das Haus wird von außen verputzt.

Sorgen bereitet uns im Moment die Inneneinrichtung. Lieferzeiten und schwindende Finanzen verlangen nach klaren Köpfen und ruhigen Nerven. Der Endspurt ist spürbar und verlangt allen Beteiligten eine Menge ab. Schlaflose Nächte (auch beim Architekten) sind keine Seltenheit.

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